Vor ein paar Tagen sah ich einen Luftballon,
der an einer Schnur befestigt war.
Er wollte nach oben.
Aber die Schnur hielt ihn fest.
Dabei kam mir dieser Gedanke:
Was, wenn das Leben wie ein Luftballon sein könnte?
Sind nicht wir es selbst,
die sich das Leben unnötig schwer machen?
Wir versuchen viel zu oft,
an etwas festzuhalten.
An Personen.
An Vorstellungen.
An Plänen.
An Dingen.
Ein Luftballon kann nur steigen,
wenn wenig Gewicht an ihm hängt.
Es geht nicht immer darum,
noch mehr aufzuladen:
mehr Ziele,
mehr Besitz,
mehr Erwartungen,
oder was sonst noch.
Viel öfter müssen wir uns fragen,
was wir loslassen können.
Eine Angst.
Eine Enttäuschung.
Den Druck, es allen recht machen zu müssen.
Die Vorstellung, dem Außen gerecht zu werden.
Ist nicht gerade das die eigentliche Kunst des Lebens?
Nicht immer mehr zu wollen, sondern leichter zu werden.
Leichtigkeit ist ein schönes Gefühl.
Vielleicht sollten wir viel öfter versuchen,
sie in unser Leben zu bringen.